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Römer in Ostfriesland

Die Römer in Ostfriesland

     Wie das übrige Norddeutschland verdankt auch Ostfriesland dem Expansionsstreben des Römischen Reiches, daß es das Licht der Geschichte erblicken durfte. Durch die Erkundungsfahrt des Drusus im Jahre 12 v. Chr. wurde bekannt, daß von der Küste bis zum Land an der Ems die Chauken lebten. Westlich der Ems war friesisches Gebiet. (siehe FRISIA ...!!)

Um Betumersiel, das am Westufer der Ems auf Höhe von Leer (zwischen Jemgum und Bingum) liegt, sind einige Ausrüstungsgegenstände gefunden worden, die auf die Anwesenheit des römischen Militärs hindeuten.

[c] http://www.nordwestreisemagazin.de/historie/roemer.htm

 Ein schneller historischer Überblick

Die Römer-Zeit begann in Deutschland mit der Eroberung Galliens durch Julius Cäsar. 53 v. Chr. drang er mit seinen Truppen bis zum Rhein vor, der zunächst die Grenze des römischen Reiches bildete.
Unter Imperator Augustus wurde ab 15 v. Chr. das Voralpenland bis zur Donau erobert. Zur Sicherung der Grenzen wurden zahlreiche Militärlager (Kastelle) angelegt, in ihrem Schutz und im befriedeten Hinterland entstanden zivile Siedlungen. Mit dem Sieg in der "Schlacht am Teutoburger Wald" gelang es den Germanen 9 n. Chr., das Vordringen der Römer bis an die Elbe und den Aufbau einer weiteren römischen Provinz nordöstlich des Rheins zu verhindern.
 
Die römischen Gebiete in Deutschland gehörten zu den vier Provinzen Nieder- und Obergermanien, Belgien und Rätien. Der größte Teil nordöstlich von Rhein, Limes und Donau - die Germania Magna - gehörte aber nie zum Imperium Romanum.
 
Ab 73 n. Chr. eroberte Rom weitere rechtsrheinische Gebiete zwischen Rhein und Donau. Zum Schutz gegen eindringende Germanen wurde eine Grenzbefestigung, der Limes, gebaut. Er begann südlich von Remagen am Rhein und zog durch das heutige Hessen, Baden-Württemberg und Bayern bis zur Donau, die in Einingen zwischen Ingolstadt und Regensburg erreicht wurde. Mitte des 3. Jahrhunderts eroberten die Germanen diese Gebiete wieder zurück.
 
Ab Ende des 4. Jahrhunderts begann der Zerfall des Imperium Romanums. Die Legionen wurden allmählich aus den germanischen Provinzen zurückgezogen, Teile der römischen Verwaltung konnten sich bis zur Auflösung des römischen Reiches im Jahr 476 halten.

www.fiks.de

Römer in Ostfriesland. Ein sehr interessantes Buch von Norbert Fiks, hier vorab als pdf 

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Aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Chauken

Später beschrieb der römische Chronist Plinius das Volk, das auf künstlich aufgeworfenen Erdhügel im Küstenbereich, den Warften lebte, wie folgt:

"Gesehen haben wir im Norden die Völkerschaften der Chauken, die die größeren und die kleineren heißen. In großartiger Bewegung ergießt sich dort zweimal im Zeitraum eines jeden Tages und einer jeden Nacht das Meer über eine unendliche Fläche und offenbart einen ewigen Streit der Natur in einer Gegend, in der es zweifelhaft ist, ob sie zum Land oder zum Meer gehört. Dort bewohnt ein beklagenswertes Volk hohe Erdhügel, die mit den Händen nach dem Maß der höchsten Flut errichtet sind. In ihren erbauten Hütten gleichen sie Seefahrern, wenn das Wasser das sie umgebende Land bedeckt, und Schiffbrüchigen, wenn es zurückgewichen ist und ihre Hütten gleich gestrandeten Schiffen allein dort liegen. Von ihren Hütten aus machen sie Jagd auf zurückgebliebene Fische. Ihnen ist es nicht vergönnt, Vieh zu halten wie ihre Nachbarn, ja nicht einmal mit wilden Tieren zu kämpfen, da jedes Buschwerk fehlt. Aus Schilfgras und Binsen flechten sie Stricke, um Netze für die Fischerei daraus zu machen. Und indem sie den mit den Händen ergriffenen Schlamm mehr im Winde als in der Sonne trocknen, erwärmen sie ihre Speise und die vom Nordwind erstarrten Glieder durch Erde." [Gekocht und geheizt wurde also mit Torf.] "Zum Trinken dient ihnen nur Regenwasser, das im Vorhof des Hauses in Gruben gesammelt wird."


Aus: http://www.boudicca.de/frisian-d.htm

Kontakt mit den Römern
Als Julius Cäsar das keltische Galizien (heute Frankreich und Belgien) zwischen 58 und 50 v. Chr. eroberte, verschob er dadurch die Grenzen des Römischen Reiches bis zum Rhein. Zu dieser Zeit lebten die Friesen noch nördlich des Rheins und befanden sich folglich ausserhalb der Grenzen des Römischen Reiches. Kaiser Augustus (28 v. Chr. - 14) wollte jedoch die Elbe anstelle des Rheins zu ihrer Nordgrenze machen. Folglich würde das gesamte friesische Volk unter den Einfluss des Römer fallen. Als Drusus und seine Armee um 12 v. Chr. den Rhein erreichten, entschlossen sich die Friesen zur Zusammenarbeit mit dem Römern. Sie handelten mit Drusus einen Waffenstillstand aus, aufgrund dessen sie regelmäßig Steuern in Form von Rinderhäuten zu entrichten hatten. Unter Kaiser Tiberius wurden die Steuern jedoch derart hoch, dass die Friesen sich nicht länger in der Lage sahen, sie zu zahlen. Das Ergebnis davon war, dass die Römer ihnen zuerst das Vieh, dann das Land, und schliesslich ihre Frauen und Kinder nahmen, um sie in die Sklaverei zu verkaufen. 28 lehnte sich das friesische Volk auf und hängte die Steuereintreiber. Daraufhin entsandten die Römer ihre Legionen, welche auf diesem Rachefeldzug Friesland erobern und die Friesen bestrafen sollten. Dieses Unterfangen scheiterte jedoch in der Schlacht im Hain der Baduhenna. Seitdem war der Name der Friesen in Rom gefürchtet. Da die Römer jedoch auf Grund innenpolitischer Probleme auf Vergeltungsmaßnahmen verzichteten, war Friesland für die folgenden 20 Jahre frei.

Im Jahre 47 vereinbarten die Friesen einen weiteren Waffenstillstand mit den Römern, und zwar mit Corbulo. Es wurde vereinbart, dass der Rhein die von beiden Parteien zu respektierende Grenze sein sollte. Friesland würde so zwar unter römischen Einfluss geraten, jedoch nicht mehr besetzt werden.

58 besiedelten die Friesen einen unbewohnten Streifen des Landes südlich des Rheins und verletzten auf diese Weise ihre Vereinbarung mit Corbulo. Zwei friesische Anführer, Verritus und Malorix (dies sind die römischen Übersetzungen ihrer friesischen Namen), begaben sich nach Rom, um den römischen Kaiser Nero zu bitten, ihnen zu gestatten, in dieser Region zu leben. Bedauerlicherweise wurden die Friesen gewaltsam aus der Region südlich des Rheins entfernt.

69 lehnten sich auch die Bataver (ein aus dem Landesinneren der Niederlande stammender germanischer Stamm, und gleichzeitig südlicher Nachbar der Friesen) gegen die römische Besatzungsmacht auf. Diese Region war der nordwestliche Grundstein des Römischen Reiches. Die Friesen und die Canninefaten (ebenfalls ein germanisches Nachbarvolk der Friesen im Westen der Niederlande) verbündeten sich mit den Batavern, doch leider wurde der Aufstand von den Römern niedergeschlagen. So blieb der Rhein die Grenze des Römischen Reiches, bis zu dessen Fall im Jahre 410.

Um 250 verschwanden beinahe alle Friesen aus den Küsten/Lehmgebieten Frieslands, und der Anstieg des Meeresspiegels würde es auch in den nächsten 150 Jahren unmöglich machen, in den Küstengebieten von Friesland der Jahre (250 - 400) zu leben. In dieser Periode entstand aus einem Teil der Friesen und der Chauken (ein benachbarter Norden des germanischen Stammes von Friesland) ein neues Stammesbündnis: die Franken. Dieser Volksstamm wanderte später nach Süden aus, um das Fränkische Reich zu gründen (das heutige Frankreich). Nach 400 stieg der Meeresspiegel nicht weiter an. Das friesische Volk und seine Adligen kehrten daraufhin in den Lehmbezirk Frieslands zurück, welcher bis dahin bereits von den Völkern von der Elbe- und Schleswig-Holstein-Region kolonisiert worden war. Diese Stämme verschmolzen mit den Rückkehrern. So entstand der Stamm der Friesen, wie wir ihn heute kennen.

Im Jahr 300 hatten andere kleinere westgermanische Stämme auch die größeren Stammesgruppen gebildet – die Alamannen, Sachsen, Thüringer und Baiern. Der Stamm der Chauken ging im Stamm der Friesen und Sachsen auf.