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Römischer Alltag

Das römische Erbe

Die römische Herrschaft schuf die Basis für die europäische Kultur und das Christentum. Es lebt in der Architektur, in Gerichtswesen und Verwaltung, in der Sprache, in der Kunst und in der Landwirtschaft fort.Auf der ganzen Welt finden sich Gebäude, die sich an den antiken Bauformen orientierten. In der Landwirtschaft importierten die Römer umfassendes landwirtschaftliches Knowhow, z. B. das mitgekommende Saatweizen war sehr viel ertragsreicher oder die Römer kannten die Veredelungszucht durch Kreuzung, wodurch der Fleischanteil bei Tieren erhöht wurde und den Pflanzenertrag sichern konnte. In vielen Teilen Europas holzten sie die ursprünglichen Wälder ab, um sie durch Monokulturen und intensive Grünlandwirtschaft zu ersetzen.Viele Gesetzbücher beruhen auf den Grundsätzen des alten Roms. Auch das „Bürgerliche Gesetzbuch“ ist stark vom römischen Recht geprägt. Den Grundstein legte der oströmische Kaiser Justinian I. 533. In einigen Regionen Deutschlands galt das Werk (Corpus Iuris Civilis) bis zum 1. Januar 1900. Erst dann kam das BGB, blieb jedoch bis heute vom C. I. P. beeinflusst. Ebenso lebt das römische weiter in den Sprachen: Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Rumänisch, Katalanisch, u. a., und in deren Alphabet. Bis ins 15. Jahrhundert wurden römische Buchstaben zum Zählen verwendet. Unser Kalender geht ebenfalls auf das alte Rom zurück. Der heute gültige Gregorianische Kalender ist eine Verbesserung des Julianischen Kalenders, den Julius Cäsar 46 v. Chr. Eingeführt hatte. Zunächst hatte der Februar 29 Tage und alle 4 Jahre 30 Tage. Kaiser Augustus benannte einen Monat nach sich selber. Weil aber die geraden Zahlen als unheil bringend galten, nahm er dem Februar einen Tag weg. Damit hatte Juli, August, September 31 Tage. Er beschloss einfach, das die Monate September bis Dezember 30, 31, 30, 31 Tage haben sollten.

Römische Ess- und Trinkkultur

Die Römer kochten auf einer Feuerstelle. Wohlhabende Römer hatten Extraräume in den Sklaven die Speisen zubereiten. Ursprünglich nahmen sie 3 Mahlzeiten ein, das Mittagessen war die Hauptmahlzeit. Hauptnahrungsmittel war Getreide, meistens Fladenbrot aus Dinkel, später Brot aus Weizen. Dieses wurde zu jeder Mahlzeit gegessen. Wer es sich leisten konnte, verzehrte dazu, Honig, Käse, eine Art Kräuterquark oder Eier. Das zweite Frühstück bestand aus Trauben, Datteln, Käse, Schinken und Oliven. Nach der Arbeit entspannte man sich durch einen Badbesuch und widmete sich ab 15 Uhr ausgiebig dem Essen. Danach begann man mit dem Trinkgelage. Römer tranken viel Wein mit Wasser. Die ärmeren Schichten aßen zu ihrer Hauptmahlzeit einen Getreidebrei aus Dinkel, Wasser, Salz und Fett. Dieses wurde mit einer Gemüsebeilage erweitert. Die Cena, ein frühes Abendessen, wurde in der Oberschicht zur wichtigsten Essenszeit des Tages. Sie entwickelte sich immer mehr zu einer geteilten Mahlzeit, erst aus zwei, später aus drei Gängen. Vorspeise: Eier, Enten-, Gänse- oder Hühnerfleisch, Dicke Bohnen, Kichererbsen, Linsen, Mangold, Grünkohl, sauer Eingelegtes, wie Melonen, Kapernsprossen, Gurke oder Kresse, Muse aus Holunderblätter, Brennnesseln, Malve. Schweinfleisch war das beliebteste Fleisch, Gebärmutter und Euter jünger Säue war eine Delikatesse. Gerne aß man auch ganze Schweine, gefüllt mit Obst und Würsten und im ganzen gegrillt.Auch Hasen und Kaninchen waren Fleischlieferanten. Hasenfleisch galt als Gipfel des Luxus. Gänsetopfleber war damals schon ein Leckerbissen. Ebenso wie diese blieben Fische und Meeresfrüchte den Wohlhabenden vorbehalten. Es war lange Sitte, zur Unterhaltung der Gäste, die Meerbarben bei Tisch langsam qualvoll sterben zu lassen, indem man sie langsam in einer Sauce erhitzte. Solch eine Sauce bestand aus Makreleninnereien. Die Kunst des Kochens wurde nur dem zugesprochen, der das ursprüngliche Aussehen und den Eigengeschmack der Einzelbestandteile am raffiniertesten verändern und überdecken konnte.

Die Wasserversorgung im Römischen Reich

Wasserleitungen gab es überall im Römischen Reich. Die Fernversorgung mit Wasser erfolgte über Wassergräben, Tunnel und Aquädukte. Die Nahversorgung über Blei oder Tonrohre. In den Ortschaften endeten die Leitungen in Brunnen oder Verteilungsbauwerken, den Castelli. Die wasserführenden Gräben waren mit Stein oder Beton ausgekleidet, um das Versickern des Wassers zu verhindern. Es musste für ein stetiges, möglichst gleichmäßiges Gefälle gesorgt werden, da die Römer keine Pumpen kannten. Es mussten also viele Brücken gebaut werden (Aquädukte). Eine exakte Höhenvermessung war die Voraussetzung für den Bau der Wasserleitung. Unabdinglich war der Chorobates, dem vorläufer der Wasserwaage. Um das Wassernetz Roms zu kontrollieren und warten zu können, gab es eine Arbeitsgruppe aus rund 250 Sklaven für Reparaturen und Instandhaltungen, die mehrere Beamte vorstanden. Eine private Entnahme musste genehmigt werden und kostete eine Gebühr, die Nutzung öffentlicher Brunnen war kostenlos. Die Römer waren geniale Wasserbau-Ingenieure, deren Können bis ins 19. Jahrhundert unerreicht war.

Die Römische Bäderkultur

Das Bad erfüllte nicht nur den Zweck der Körperhygiene sondern auch eine Spirutuellen: Ein Badbesuch war eine feierliche Reinigungszeremonie zu Ehren der jeweiligen Götter. Auch glaubte man an die heilende Kraft des Wassers. Badehäuser: Sogenannte Balnea läuteten um 300 v. Chr. die Ära der Thermen ein. Blockbad: Einzelne Bäder in mehreren Reihen nebeneinander. Meist in Privathäusern. Reihenbad: Die Räume lagen hintereinander: Kaltbad, Warmbad und Heißbad. Aus dem Reihenbad entwickelte sich das Ringbad: Die Räume wurden in kleinen Komplexen zusammengefasst, sodass die Besucher einen Rundgang machen konnten, ohne einander ins Gehege zu kommen. Der Höhepunkt des römischen Thermalbaus war der Kaisertypus: Zwei ringförmig zusammengeschlossene Reihentypen, wie z. B. die Caracallatherme in Rom. Von den jeweiligen Auskleideräumen wendete man sich ins Heißbad, wo sie die Wege vereinten. Dann ging man gemeinsam ins Warmbad und ins Kaltbad. Von dort zurück zu den Auskleideräumen. Üblicherweise gab es in römischen Thermen auch ein Schwimmbecken und eine Übungshalle, um sich sportlich zu bestätigen. Eigens eingerichtete Toiletten liegen meist außerhalb. Einige der Sklaven arbeiteten als Masseure oder gingen mit Bauchladen herum. An den Füßen trugen die Besucher Holzschuhe. Der Fußboden ruhte auf 90 cm hohen Stützen. Durch den Hohlräumen darunter strömte heisse Luft, erzeugt durch Holzfeueröfen. Nachdem gleichen Prinzip gab es Hohlräume in den Wänden, sodass der Raum von allen Seiten erwärmt werden konnte.

Die Technik der Kriegsführung

In erster Linie diente das römische Heer der Abschreckung und Verteidigung, wegen der starken Expansion des Reiches, es kamen auch Eroberungsaufgaben hinzu. Am Anfang Roms stand das Bürgerheer aus Bauern.107 v. Chr. richtete Marius ein Söldnerheer ein. Wegen der guten Bezahlung verfügte Rom immer über genug Soldaten. Sklaven wurden nicht aufgenommen. Im Kriegsfall herrschte eine Wehrpflicht. Zwei Drittel der Männer standen unter Waffen. Außerdem konnte Rom auf seine Berufsgenossen zählen. In seiner Blütezeit befahl Rom über 400.000 Mann. Die Armee: Das Herzstück waren die Legionen. Verbände mit 3.600 bis 6.000 Mann Infanterie. Zu einer Legion gehörten leicht bewaffnete Hilfstruppen in gleicher Stärke. Eine Legion wurde in zehn Kohorten aufgeteilt. Zu einer Kohorte gehörten 3 Manipel. Zu einem Manipel zwei Zenturien. In eine Zenturie kämpften 60-100 Mann. Jeder Legion zugeteilt waren außerdem vier Reitereien mit 120 Mann, deren Aufgabe bestanden in Aufklärung und Verfolgung. Kampftechniken: Typisch für den Aufbau einer Legion war deren Aufbau. In erster Linie traten leicht bewaffnete Legionäre auf, die Velites. Darauf folgten Soldaten mit Schwert und Schild, die Hastati. Dann die mit Wurfspeer, Schwert und Schild ausgestatteten Principes und zum Schluß die Triarii, schwerbewaffnete Elitesoldaten und Veteranen. Entscheidend für den Siegeszug des römischen Heeres waren neben der ausgeklügelten Schlachtordnung die äußerste Disziplin und die unbedingte Entschlossenheit seiner Soldaten.