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Zappa

             Frank Zappa - Biographie

Frank Zappa – Ein witziger Rockrebell oder Bürgerschreck

 

Geboren ist er am 21. Dezember 1940 in Baltimore, Maryland, gestorben am 04. Dezember 1993 an Prostatakrebs

 

War er ein Genie, Hexenmeister, der beste Gitarrist und einfallsreichster Musiker der Welt oder nur ein Halsabschneider oder Monster. Für ihn gab es viele Namen. Es war unmöglich ihn zu begreifen. Meistens fand man ihn auf dem Klo. Er saß dort mit heruntergelassenen Hosen. Das berühmte Toiletten-Poster gehörte in den späten 60er und frühen 70er Jahren zur Grundausstattung jeder Studenten-WG.

 

Mit seinen struwweligen schwarzen Haaren ähnelte er einem sizilianischen Bergbauern, der auch einen nicht immer sauberen Job für die Mafia erledigen würde.

 

Wer seine Musik hören will, braucht starke Nerven, ein Konzert von Frank Zappa ist ein Wechselbad zwischen Alptraum und glückliches Erwachen. „Kein Akkord ist hässlich genug, all die Scheußlichkeiten zu kommentieren, die von der Regierung in unserem Namen verübt werden“, sagte er einmal. Er versuchte es trotzdem:  Aus Geräuschen und Musikfetzen, aus aberwitzigen Melodiebögen, aufdringlichen Rhythmen und obzönen Texten, bastelte er Klang-Collagen, denen sich ungeübten Hörern am besten mit großer Vorsicht näherten. Er vermischte in seiner Musik sämtliche Stilrichtungen – von Klassik über Rock bis zum Jazz. Von Pink Floyd, Elvis oder von Beethoven könnte seine Musik sein.

 

Gerade 18 baute er sein erstes eigenes Tonstudio auf. Die Auftragsproduktion eines pseudo-pornografischen Hörspiels brachte ihn allerdings in Schwierigkeiten. Er wurde verhaftet, und saß zehn Tage mit 44 anderen Männern bei 35° Celsius in einer Zelle. Hier verlor er jegliches Vertrauen in staatliche Autorität. Bald gründete er seine erste Band, die „Blackouts“. 1959 heirate er, die Ehe dauerte nur 5 Jahre. Um Geld zu verdienen machte er Tanzmusik und bekam die Chance, für zwei kleinere Filme die Musik zu schreiben. Von der Gage kaufte er sich seine erste elektrische Gitarre und ein kleines Plattenstudio. 1964 gründete er seine zweite Gruppe, „The Soul Giants“. Aus dieser Band entstanden die „Mothers of Invention“. 1966 entstand das erste Doppelalbum der Rockgeschichte: „Freak Out“. Ein Traumstart. Fortan wollte er den anständigen Bürgern Amerikas zeigen, wie es wirklich war: „falsch, verlogen, hohl und hässlich, er sorgte dafür, dass sein pornografisches Tonband von allen, wieder und wieder und auf jedem seiner Platten mehrere Male gehört wurde“,  schreibt Zappas Biograf. Zappa selbst verstand sich als ernsthafter Komponist. Dieser Anspruch beinhaltet auch einen diktatorischen Ansatz als Bandleader. Er allein bestimmte, was und wie es gespielt wurde. Man sagte, er war kein freundlicher Mensch und seine Musik sollte auch nicht freundlich sein. Dieses konnte man auch an seinem Gitarrenspiel beobachten. Er platzte mit seinen Soli grob in seine Kompositionen mit hartem Klang und vielen Nebengeräuschen.

 

Im Herbst 1968 spielte Frank Zappa das erste Mal in Deutschland (Essen-Grugahalle). Er war uns schon bekannt: durch ein Poster, das ihn nackt auf der Toilette sitzend zeigte. Dieser eine Auftritt reichte, um ihn bei uns so bekannt zu machen, dass er regelmäßig in jedem Jahr wiederkam und in ausverkauften Hallen spielte. 1971 verbrannte bei dem Auftritt in Montreaux seine gesamte Anlage, wenig später brach er sich ein Bein, als ihn ein wütender Fan von der Bühne zerrte. Wochenlang musste er im Krankenhaus liegen, anschließend arbeite er fast nur noch im Plattenstudio. Die Mothers of Invention gerieten langsam in Vergessenheit, trotzdem hat fast jeder seiner ehemaligen Musiker ebenfalls Karriere gemacht. 1973 produzierte Zappa auch eine Rockgruppe, die sich „Ruben an the Jets“ taufte. Er gründete seine eigene Plattenfirma, trat zusammen mit John Lennon und Yoko Ono auf und gab seitdem auch wieder regelmäßig Konzerte.

 

Trotzdem arbeite er lieber alleine, nachdem das Synclavier erfunden wurde, Anfang der 80er Jahre schloß er sich fast rund um die Uhr in sein Kellerstudio ein. „Musik kommt von Komponisten nicht von Musikern“, sagte er.

 

Im September 1992 erfuhr er die große Anerkennung: Er stand in der Alten Oper in Frankfurt, Musiker in weißen Hemden interpretierten auf klassischen Instrumenten seine Musik; das Ensemble Modern spielte „The Yellow Shark.“ Aber das was das festlich gekleidete Publikum so tüchtig beklatschte, war immer noch Zappa, der Bürgerschreck, mit heruntergelassener Hose.

 

Ein Jahr später, am 06. Dezember 1993 starb Frank Zappa an Prostatakrebs. In seinen Kellern lagern noch Hunderte Aufnahmen – Material für Generationen Musikwissenschaftler und Gesellschaftsforschern.

 

 

 

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